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Betreuungsgeld

Was kostet die Kita?

5.05.2017

Rechtsfrage des Tages:

Unsere Tochter kommt nächstes Jahr in den Kindergarten. Mein Mann und ich haben kein sehr hohes Einkommen. Da haben wir uns gefragt, was uns der Kita-Platz kosten wird.

Antwort:

In Deutschland besteht nach wie vor keine Pflicht, sein Kind ab einem bestimmen Alter in den Kindergarten zu geben. Trotzdem nutzen viele Eltern die Möglichkeit, ihren Nachwuchs in einer Kita betreuen und fördern zu lassen. Während der Schulbesuch abgesehen von Privatschulen bei uns kostenlos ist, müssen Eltern sich an den Kindergartenbeiträgen beteiligen.

Je nach Bundesland, Gemeinde oder Träger der Einrichtung berechnen sich die Kindergartenbeiträge nach unterschiedlichen Modellen. Dabei wird die Leistungsfähigkeit der Eltern berücksichtigt. Einen Einfluss haben das Einkommen, die Zahl der Kinder und der Betreuungsumfang. Die Kosten teilen sich dann weiter in Betreuungsgrundsatzkosten, Zusatzgebühren und Verpflegungskosten auf. Erstere werden berechnet für die Betreuung des Kindes während der regulären Öffnungszeiten. Zusatzgebühren können beispielsweise für Früh- oder Spätbetreuung anfallen. Gelegentlich bitten die Kitas auch noch um eine Beteiligung an Kosten für Bastelmaterial oder besondere Angebote.

Bei der Anmeldung Ihres Kindes werden Sie Nachweise über Ihr Einkommen vorlegen müssen. Zum Einkommen zählen Einkünfte aus nichtselbständiger oder selbständiger Arbeit, aus Vermietung, Verpachtung oder Kapitalvermögen. Auch Unterhaltszahlungen müssen Sie angeben, ebenso wie Urlaubs- und Weihnachtsgeld, eine Rente oder Leistungen nach dem Arbeitsförderungsgesetz. Meist wird das Bruttoeinkommen beider Elternteile des letzten Kalenderjahres herangezogen. Ergeben sich aus Ihrem Steuerbescheid andere Einkünfte als die angegebenen, kann das Amt Nachzahlungen verlangen oder Beiträge zurückerstatten.

Wählen Sie einen privaten Kindergarten, kann die Berechnung wiederum ganz anders ausfallen. Sie sollten sich dort erkundigen, welche Beiträge auf Sie zukommen. Studieren Sie und erhalten BAföG? Dann müssen Sie das gesamte erhaltene BAföG als Einkommen einsetzen. Auch der Teil der Förderung, der als Darlehen gewährt wird, zählt zum Einkommen. So entschied das Bundesverwaltungsgericht am 17.12.2015 (Aktenzeichen 5 C 8.15)

Genaue Informationen zur Berechnung in Ihrer Wunschkita erhalten Sie bei der zuständigen Behörde. Je nach Bundesland können Sie Ihr Kind beim Jugendamt, im Bürgerbüro oder sogar über das Internet anmelden. Oder Sie fragen direkt in dem Kindergarten nach, in den Sie Ihr Kind gern schicken möchten. Noch ein Tipp: Die Betreuungskosten können Sie anteilig steuerlich geltend machen.

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Tags: Kinder

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