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Tiere

Tierfriedhof im Garten

18.08.2017

Rechtsfrage des Tages:

Meine Tochter ist sehr traurig, weil unser Hamster gestorben ist. Sie möchte ihn im Garten beerdigen. Dürfen wir das Tier in unserem Garten wirklich bestatten? Und was müssen wir beachten?

Antwort:

Haustiere gehören für viele eng zur Familie. Stirbt ein gefiederter oder vierbeiniger Hausgenosse, ist das nicht nur für Kinder ein trauriges Ereignis.  Ein kleiner Trost kann es da sein, seinem Liebling im Garten eine kleine Ruhestätte einzurichten. Eigentlich müssen Sie den Kadaver einer Tierkörperbeseitigungsanstalt übergeben. Unter bestimmten Voraussetzungen dürfen Sie Tiere aber tatsächlich im Garten beerdigen.

Kleintiere wie Hamster, Meerschweinchen und Wellensittiche, aber auch einzelne Hunde oder Katzen dürfen in Ihrem Garten ihre letzte Ruhestätte finden. Wichtig ist aber, dass das Tier nicht an einer meldepflichtigen Krankheit gestorben ist. Auch wenn Ihr Liebling vom Tierarzt eingeschläfert wurde, sollten Sie von einem Gartenbegräbnis Abstand nehmen. Teile der Medikamente könnten ins Grundwasser gelangen.

Ansonsten müssen Sie das Grab mindestens 60 Zentimeter tief ausheben, damit andere Tiere den toten Körper nicht wieder ausbuddeln können. Von öffentlichen Wegen und Plätzen müssen Sie ein bis zwei Meter Abstand halten. Den Körper des Tieres sollten Sie in ein leicht verrottbares Behältnis wie ein Bettlaken oder einen Pappkarton betten. Leben Sie in einem Wasserschutzgebiet dürfen Sie leider keine Bestattung im Garten vornehmen. Dort ist die Beisetzung auch von Kleintieren verboten.

Achten Sie noch darauf, dass in manchen Bundesländern unterschiedliche Regelungen gelten können. Und auch in den Gemeinden kann es unterschiedliche Auflagen geben. In Bremen ist beispielsweise eine Hausbestattung im heimischen Garten grundsätzlich verboten.  Grund ist der hohe Grundwasserstand und die dichte Besiedelung. Erkundigen Sie sich also vorher bei Ihrem Veterinär- oder Ordnungsamt. Und wenn Sie in einem Miethaus leben, sollten Sie unbedingt die Erlaubnis Ihres Vermieters einholen. Ansonsten droht Ihnen Ärger.

Haben Sie keinen Garten oder können Ihr Haustier aus anderen Gründen nicht in Ihrer Nähe zur Ruhe betten, können Sie Ihren Liebling auf einem Tierfriedhof zu Grabe tragen lassen. Auch gibt es mittlerweile spezielle Krematorien, die Ihnen nach der Einäscherung eine Urne mit der Asche Ihres tierischen Freundes übergeben. Und noch ein Tipp: Begraben Sie Ihr verstorbenes Tier auf keinem Fall im Wald. Ihnen drohen erhebliche Geldbußen.

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