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Essen im Bierzelt

Oktoberfest: Bewirtungskosten absetzen

25.09.2017

Rechtsfrage des Tages:

Verträge lassen sich angenehm bei einem guten Essen verhandeln. Zudem stärkt die Einladung von Geschäftspartnern die Bindung zwischen den Firmen. Und so verbinden derzeit viele Unternehmen geschäftliche Termine mit einer Einladung zum Oktoberfest. Was sollten Sie beachten, um die Bewirtungskosten steuerlich geltend machen zu können?

Antwort:

Ein Brathendl, zwei Maß Bier und zur Abrundung eine Brezn - Bewirtungskosten können Sie für Geschäftstermine zu 70 Prozent als Betriebsausgabe ansetzen, sofern die Kosten angemessen sind. Den Vorsteuerabzug können Sie zu 100 Prozent vornehmen.

Aber Achtung: Als Einladender treffen Sie umfangreiche Pflichten zur Aufzeichnung und Dokumentation. Sie benötigen eine maschinell erstellte Rechnung. Diese muss registriert sein und die Umsatzsteuer ausweisen. Ist die Rechnung höher als 150 Euro, muss sie auf die einladende Firma ausgestellt sein. Auf dem Beleg müssen Sie sodann die Teilnehmer und den Anlass der Bewirtung angeben.

Das Steuerrecht verlangt dabei eine möglichst genaue Angabe des Bewirtungsgrundes. Allein die "Kontaktpflege" reicht nicht aus. Schwieriger wird es, wenn Sie keinen geschäftlichen Anlass für die Bewirtung angeben können. Laden Sie Ihre Geschäftspartner nach einer anstrengenden Verhandlung in Ihren Geschäftsräumen zu einem Oktoberfestbummel ein, handelt es sich steuerlich um ein Geschenk.

Beschränken sich Ihre Kosten auf einen Betrag unter 35 Euro netto, können Sie das Geschenk steuerlich geltend machen. Überschreitet die Zuwendung diesen Betrag, können Sie die Kosten weder als Betriebsausgaben verbuchen, noch einen Vorsteuerabzug in Anspruch nehmen. Ein wie auch immer geschäftlich veranlasster Wiesnbesuch will daher gut geplant sein.

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