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Oktoberfest

Oktoberfest: Feiern auch ohne Reservierung?

15.09.2017

Rechtsfrage des Tages:

Morgen ist es so weit: Mit dem Einzug der Wiesnwirte beginnt das alljährliche Oktoberfest. Und tausende Feierlustige freuen sich auf stimmungsvolle Wochen. Eine Reservierung in den Festzelten ist dringend anzuraten. Was aber machen Kurzentschlossene?

Antwort:

Zu bestimmten Zeiten werden Sie sicherlich auch ohne Reservierung einen der begehrten Plätze im Bierzelt ergattern können. Am Wochenende und in den Abendstunden werden Sie hingegen häufig kaum eine Chance haben. Sind die Zelte überfüllt, schließen die Wiesnwirte konsequent ihre Eingänge. Ohne Reservierung haben Sie dann keine Chance, dabei zu sein.

Haben Sie Glück und finden ein gemütliches Plätzchen, kann es mit dem Feiern allerdings auch schnell wieder vorbei sein. Sind die Plätze nämlich reserviert, werden Sie zur angegebenen Zeit den Tisch räumen müssen. Kommen Sie der Aufforderung nicht freiwillig nach, kann der Sicherheitsdienst Sie hinausgeleiten. Die Sicherheitsleute üben dabei im Auftrag des Zeltbetreibers das Hausrecht aus.

Auf keinen Fall sollten Sie pöbeln oder sich körperlich gegen den Rauschschmiss zur Wehr setzen. Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts München dürfen die Wachleute Sie sogar im Polizeigriff nach draußen komplementieren. Werden Sie dadurch verletzt, steht Ihnen im Zweifel nicht einmal ein Schmerzensgeldanspruch zu (AG München, Urteil vom 23.11.2007, Aktenzeichen: 223 C 16529/07). Mit einem Hausverbot müssen Sie außerdem auch rechnen.

Wenn Sie noch eine Reservierung bekommen können, müssen Sie bezüglich eines Familienausfluges noch folgendes bedenken. Kinder unter sechs Jahren dürfen sich nur bis maximal 20 Uhr im Festzelt aufhalten. Selbst mit den Erziehungsberechtigten an der Seite ist um diese Zeit Feierabend für die kleinen Wiesngäste.

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