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Oktoberfest

Regeln auf dem Oktoberfest

19.09.2016

Rechtsfrage des Tages:

Wir wollen dieses Jahr das erste Mal zum Oktoberfest fahren. Gibt es Verhaltensregeln, auf die ich achten muss? Und gibt es spezielle Verbote?

Antwort:

Es ist mal wieder soweit. Das Oktoberfest lockt unzählige Besucher aus nah und fern nach München. Natürlich gelten bestimmte Regeln, die Wiesnbesucher beachten müssen. Dann steht einer fröhlichen Feier nichts im Wege. Und in diesem Jahr müssen sich auch eingefleischte Fans auf Neuerungen einstellen.

Erstmals in diesem Jahr werden an den Eingängen Ihre Taschen kontrolliert. Große Taschen und Rücksäcke mit einem Fassungsvermögen ab drei Litern dürfen Sie nicht mehr mitnehmen. Ausnahmen gelten nur für die Bedienungen, die Wechselsachen und ähnliches mitnehmen müssen. Für aussortierte Taschen bietet die Stadt an den Haupteingängen Aufbewahrungsmöglichkeiten gegen Gebühr an. Natürlich können Sie die Taschenkontrolle verweigern, dann werden Sie die Theresienwiese aber nur aus der Ferne betrachten können. Folgende Regeln müssen Sie auch beachten:

  • Kinderwagen sind nicht verboten.
    Sie müssen diese aber vom Sicherheitspersonal kontrollieren lassen und erhalten eine "Security Check Banderole". Ab 18:00 Uhr und am 3. Oktober dürfen Kinderwagen allerdings nicht auf die Wiesn.

  • Wild-Bieseln verboten.
    Haben Sie ein dringendes Bedürfnis, sollten Sie unbedingt die Toiletten aufsuchen. Wer beim Erleichtern hinterm Festzelt erwischt wird zahlt ein knackiges Bußgeld.

  • Auf dem Oktoberfest sind Waffen aller Art untersagt.
    Dies sollte eigentlich selbstverständlich sein. Allerdings zählt hierzu auch der traditionelle "Hirschfänger" oder "Nicker", den viele als unerlässlichen Bestandteil ihrer Tracht ansehen. Auf der Wiesn gilt: Bitte zu Hause lassen.

  • Wer Maßkrüge klaut, macht sich strafbar.
    Schon so mancher wurde am Ausgang des Festzeltes von einer Kontrolle überrascht. Daher bitte stehen lassen.

  • Auf der Theresienwiese gilt ein Verbot für Glasflaschen.
    Diese dürfen Sie nicht mitnehmen und schon gar nicht wild entsorgen.

  • Rechtsextreme oder linksradikale Parolen und Schriften haben auf der Wiesn nichts zu suchen.

  • In den Festzelten gilt allgemein ein Rauchverbot.
    Manche Zelte haben mittlerweile eigene Raucherbereiche, zum Beispiel einen Raucherbalkon. Stecken Sie sich zur Maß dennoch eine Zigarette im Zelt an, riskieren Sie den Rauswurf.

  • Was in bayerischen Biergärten meist erlaubt ist, ist ein No-Go beim Oktoberfest: Auch wenn im Festzelt Bierbänke stehen, dürfen Sie kein eigenes Essen mitbringen. Bitte verköstigen Sie sich beim Zeltbetreiber.

  • Mit  fortgeschrittener Stunde und steigendem Alkoholpegel nutzen immer wieder Damen das große Publikum, um sich oben ohne zu präsentieren. Zur Freude anderer Zeltbesucher ist das "Blankziehen" nicht verboten. Allerdings sollten Sie die entsprechenden Damen nicht fotografieren und schon gar nicht die Bilder ins Internet stellen. Dies kann für beide Seiten böse Folgen haben.

Neben den Ge- und Verboten gibt es natürlich noch eine Vielzahl unterschiedlicher Brauchtümer, deren Beachtung zum guten Ton gehört. Vielleicht haben Sie einen Oktoberfest-Profi im Freundeskreis, der Sie in die Geheimnisse der Brauchtumsregeln einführen kann. Falls nicht, können Sie sich mit der folgenden Seite ideal auf Ihren Wiesnbesuch vorbereiten: www.oktoberfest.de.

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