Oben
  • Drucken
  • schlecht ausreichend durchschnitt gut besonders gut
    Bewertungen
Fahrtenbuch

Wie wird ein Firmenwagen versteuert?

28.09.2016

Rechtsfrage des Tages:

Mein Mann tritt bald seine neue Arbeitsstelle an. Und wir freuen uns auf seinen neuen Firmenwagen, den wir auch privat nutzen dürfen. Aber wie wird dieser Firmenwagen eigentlich versteuert?

Antwort:

Arbeiten Sie im Außendienst, werden Sie auf ein Firmenfahrzeug angewiesen sein. Oder Ihr neuer Chef möchte Ihnen Ihren neuen Job mit einem schicken Auto schmackhaft machen. Dürfen Sie diesen auch privat nutzen, müssen Sie sich Gedanken über die Art der Versteuerung machen. Dabei kommt es vor allem darauf an, wie Sie den Firmenwagen tatsächlich nutzen. Versteuern müssen Sie nämlich nur privaten Fahrten und Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte. Für sogenannte Familienheimfahrten bei doppelter Haushaltsführung gelten Sonderregelungen.

Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten. Gängiges Modell ist die sogenannte 1-Prozent-Regelung. Hierbei wird der private Nutzungswert pauschal bestimmt. Als geldwerten Vorteil müssen Sie ein Prozent des inländischen Bruttolistenpreises Ihres Fahrzeugs monatlich versteuern. Für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte fallen zusätzlich monatlich 0,03 Prozent des Bruttolistenpreises je Kilometer an. Die Berechnung bestimmt sich nach der einfachen Entfernung zwischen Ihrer Wohnung und Ihrer Arbeitsstätte. Die pauschale Versteuerung umfasst dann alle privaten Fahrten wie Urlaubsfahrten, den Arbeitsweg oder auch Fahrten in der Mittagspause.

Die andere Alternative ist die Ist-Besteuerung. Dies ist eine konkrete Berechnung des Anteils der Fahrzeugnutzung, die auf Ihre privaten Fahrten entfällt. Voraussetzung hierfür ist, dass Sie ein detailliertes Fahrtenbuch führen. Zu den Pflichtangaben im Fahrtenbuch gehören bei dienstlichen Fahrten das Datum, der Kilometerstand, das Ziel der Fahrt, etwaige Umwege, der Zweck und der besuchte Geschäftspartner. Private Fahrten müssen nicht ganz so umfangreich vermerkt werden. Das Fahrtenbuch kann handschriftlich oder elektronisch geführt werden. Allerdings erkennen Finanzämter elektronische Fahrtenbücher nur an, wenn eine nachträgliche Manipulation ausgeschlossen ist.

Insgesamt ist das Führen eines Fahrtenbuches sehr aufwendig. Dennoch sollten Sie abwägen. Haben Sie noch ein anderes privates Fahrzeug? Dann nutzen Sie Ihren Firmenwagen vielleicht nur selten außerhalb der Arbeitszeit. Dann kann sich der Aufwand eines Fahrtenbuches im Vergleich zur 1-Prozent-Regelung durchaus lohnen.

Permalink

Tags: Auto Steuer

Ähnliche Beiträge:

Gespräch zwischen zwei Unfallparteien

Falschparker haftet mit

17.07.2018

Aktuelle Urteile

Wer regelwidrig parkt und dadurch andere Verkehrsteilnehmer erheblich behindert, muss bei einer Kollision auch einen Teil des Schadens tragen. Dies entschied das Oberlandesgericht Frankfurt am Main.

Steuererklärung

Steuererklärung vergessen?

29.06.2018

Rechtsfrage des Tages

Seit vier Wochen sollte Ihre Steuererklärung beim Finanzamt liegen. Haben Sie die Frist versäumt? Hier erfahren Sie, was Ihnen droht.

Stau auf dem Weg in den Urlaub

Cool bleiben auf dem Weg in den Urlaub

25.06.2018

Aktuelles

Startschuss für die Sommerferien: In Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland schließen heute die Schultore. Die anderen Bundesländer folgen in den nächsten Wochen. Die Folge: Verstopfte Straßen und kilometerlange Staus. Da liegen schnell die Nerven blank. Womit Autofahrer im Einzelfall rechnen müssen und was bei Beleidigungen im Ausland gilt, erfahren Sie hier.

D.A.S. Leistungsservice

D.A.S. Leistungsservice

Immer eine gute Idee, wenn Sie in Sachen Recht nicht weiterwissen: Rufen Sie an! Der D.A.S. Leistungsservice steht Ihnen als Rechtsschutz-Kunden gern unter der gebührenfreien Direktwahl 0800 3273271 zur Verfügung!

Kontakt

0800 3746-555
gebührenfrei