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Das Wichtigste zur Erbengemeinschaft

8.05.2019

Erbengemeinschaft - Kurz & Knapp

Allgemeines

Verwaltung

  • Der Nachlass muss bis zu seiner Aufteilung von allen Miterben gemeinschaftlich verwaltet werden. (Ausnahme: es gibt einen Testamentsvollstrecker)
  • laufende Verwaltung: Stimmenmehrheit der Miterben ist entscheidend; sie richtet sich nach der Größe der Erbteile (nicht nach den Köpfen)
  • wesentliche Veränderungen: Einstimmigkeit erforderlich
  • unaufschiebbare Verwaltungsaufgaben: kann jeder Miterbe alleine treffen (der Erhalt des Nachlasses muss gefährdet sein)  

Verbindlichkeiten

  • die Erbengemeinschaft haftet als Gesamtschuldner für Verbindlichkeiten aus dem Nachlass (Schulden des Erblassers, Beerdigungskosten)
  • die Gläubiger können Ausgleich ihrer Forderungen von jeden Miterben verlangen --> der Miterbe kann dann im Innenverhältnis einen Ausgleich von den anderen Erben verlangen
  • die Erben haften allerdings (in der Regel) nur mit ihrem Erbanteil, nicht mit ihrem Privatvermögen

Aufteilung des Erbes

  • wenn alle Schulden aus dem Nachlass beglichen sind, kann mit dessen Aufteilung begonnen werden
  • hat der Erblasser eine Teilungsanordnung hinterlassen --> erfolgt die Aufteilung entsprechend seiner Vorgaben
  • hat der Erblasser keine Teilungsanordnung hinterlassen --> erfolgt die Aufteilung nach Bruchteilen
  • jeder Erbe kann die Auseinandersetzung der Erbschaft fordern dann wird die Erbschaft in Geld umgesetzt und aufgeteilt
  • über eine gütliche Einigung sollten die Miterben einen Auseinandersetzungsvertrag schließen
  • eine gerichtliche Aufteilung erfolgt bei Uneinigkeit. Vermögensgegenstände, die man nicht teilen kann, müssen versteigert werden und der Erlös wird aufgeteilt

Verkauf des eigenen Erbteils

  • jeder Miterbe kann seinen Erbschaftsteil auch verkaufen
  • Vorkaufsrecht haben die anderen Miterben
  • der Verkauf des Erbteils muss notariell beurkundet werden
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Wer sein Erbe ausgeschlagen hat, weil er glaubte, nur Schulden zu erben, kann diese Entscheidung unter Umständen wegen eines Irrtums anfechten. Und zwar, wenn sich der Erbe über die Zusammensetzung der Erbschaft – also über das Verhältnis von Vermögen und Schulden – geirrt hat. Das kann beispielsweise passieren, wenn er den Wert von Erbschaftsgegenständen falsch eingeschätzt hat. Schlägt ein Erbe den Nachlass allerdings pauschal und lediglich auf Basis von Vermutungen aus, kann er seine Entscheidung nicht anfechten. Dies hat das Oberlandesgericht Düsseldorf entschieden.

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Sofern Sie nicht Alleinerbe sind, müssen Sie sich der Erbengemeinschaft fügen - ob Sie wollen oder nicht. Auseinandersetzungen sind da keine Einzelfälle.

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0800 3746-555
gebührenfrei