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Erben

Erben

Hier finden Sie häufige Fragen und Antworten zum Thema "Erben".

Ich wurde vom Gericht benachrichtigt, dass mir ein Vermächtnis zusteht. An wen muss ich mich wenden, um dieses Vermächtnis zu erhalten?

Das Vermächtnis muss von den Erben erfüllt werden. Setzen Sie sich mit diesen in Verbindung.

Meine Eltern haben mir zu Lebzeiten ein Hausgrundstück geschenkt. Dessen Wert soll auf mein Erbe angerechnet werden. Was ist die Berechnungsgrundlage für diesen Wert?

Maßgeblich ist der Wert zum Zeitpunkt der Schenkung, gegebenenfalls bereinigt um den Geldwertverfall. Tipp: Lassen Sie ein Wertgutachten von einem Sachverständigen erstellen.

Wie schlage ich eine Erbschaft aus ?

Eine Erbausschlagung müssen Sie durch eine notariell beglaubigte Erklärung oder mündlich zu Protokoll des Nachlassgerichts aussprechen. Die Erklärung muss innerhalb von 6 Wochen ab Kenntnis des Erbfalls beim Nachlassgericht eingehen.

Meine Geschwister und ich haben geerbt. Wer verteilt den Nachlass?

Das Nachlassgericht ist weder für die Feststellung der Höhe und Zusammensetzung des Nachlasses, noch für seine Verteilung zuständig. Dies ist Sache der Erben. Einigen sich die Erben nicht, kann jeder der Miterben das Nachlassgericht mit der Bitte um Anhörung und Vermittlung anrufen. Das Gericht kann aber den Erben keinen Auseinandersetzungsplan vorschlagen - einigen müssen sich die Erben selbst.

Mein Onkel hat mir ein Grundstück vererbt. Wie erfolgt meine Eintragung im Grundbuch?

Die Grundbuchberichtigung findet auf Ihren Antrag hin durch das Grundbuchamt statt. Sie müssen Ihr Erbrecht entweder durch ein notarielles Testament oder durch einen Erbschein beweisen.

Meine Schwiegereltern haben sechs Kinder. Das einzige vorhandene Grundstück haben sie einem Sohn vererbt. Alle übrigen Kinder haben auf das Erbe verzichtet. Kann eines dieser Kinder den Erbverzicht nachträglich rückgängig machen?

Der Verzicht ist nur wirksam, wenn er von einem Notar beurkundet wurde. Er kann nicht rückgängig gemacht werden. Ausnahme: In der notariellen Urkunde wurden von Anfang an Rücktrittsgründe niedergelegt.

Unsere Eltern sind seit 20 Jahren geschieden und wir Kinder haben keinen Kontakt mehr zu unserer Mutter. Kann sie schon zu ihren Lebzeiten von uns einen Verzicht auf unseren Erbteil verlangen?

Nein. Sie müssen weder vor, noch nach dem Ableben Ihrer Mutter einen Erbverzicht eingehen.

Meine Tochter ist verstorben. Als Alleinerben hat sie testamentarisch ihren Sohn bestimmt. Mein Schwiegersohn hat für meinen Enkel nun das alleinige Sorgerecht. Ich habe Bedenken, dass er zur ordnungsgemäßen Verwaltung des Nachlasses imstande ist. Auch würde ich gerne einige Erinnerungsstücke von meiner Tochter erhalten. Wie ist die Rechtslage?

Auf die Überlassung von Erinnerungsstücken haben Sie als Elternteil leider keinen Rechtsanspruch. Auch die Verwaltung des Nachlasses für Ihren Enkel durch den Schwiegersohn können Sie nicht kontrollieren. Wenn allerdings Anhaltspunkte für eine grobe Vernachlässigung der Interessen Ihres Enkels gegeben sind, können Sie an das Familiengericht herantreten. Es besteht in solchen Fällen die Möglichkeit, einen Vormund für die Ausübung der Vermögenssorge zu bestellen.

Ich habe das alleinige Sorgerecht für meine fünfjährige Tochter. Wie kann ich verhindern, dass bei meinem Tod der Vater das Sorgerecht bekommt?

Sie können im Testament einen Vormund für Ihre Tochter festlegen. Diese Festlegung wird vom Vormundschaftsgericht noch einmal überprüft werden, das Gericht muss bei der Bestellung eines Vormunds nämlich das Wohl des Kindes berücksichtigen.

Meine Familie und ich haben einer behinderten älteren Dame aus dem Bekanntenkreis regelmäßig bei Einkauf und Hausarbeit geholfen. Nun möchte sie mir testamentarisch ein Hausgrundstück vererben. Ihr einziger lebender Verwandter ist ein Neffe. Kann der Neffe mir den Nachlass streitig machen? Wie viel Erbschaftssteuer kommt auf mich zu?

Gesetzlich wäre der Neffe zwar erbberechtigt; er kann aber keine Ansprüche auf den Nachlass anmelden, wenn Sie durch Testament zum Erben gemacht werden. Einen Pflichtteilsanspruch hat der Neffe nicht. Etwas Überlegung verdient allerdings die steuerliche Situation, da Sie unter "sonstige Erben" in der Erbschaftssteuerklasse III fallen. Ihr Freibetrag beträgt nur 5.200,- Euro. Alles, was darüber hinausgeht, müssen Sie versteuern. Lassen Sie sich von einem Steuerfachmann beraten. Eventuell kann eine günstigere Lösung über eine Schenkung zu Lebzeiten erzielt werden.

Mein kinderloser und unverheirateter Onkel hat mich in seinem Testament zum Alleinerben ernannt. Mein Bruder verlangt nun von mir seinen Pflichtteil, da er mein nächster Verwandter sei. Ist dies rechtens?

Nein. Da Ihr Onkel kinderlos und unverheiratet war, und wohl auch seine Eltern nicht mehr leben, gibt es hier keine Pflichtteilsberechtigten. Pflichtteilsberechtigt sind nur Abkömmlinge des Erblassers, Eltern und der Ehegatte. Sie sind Alleinerbe, Ihr Bruder hat keine Ansprüche.

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